#MehrAchtung – Dooring Unfälle vermeiden
Ein unachtsamer Moment und schon kann es zu einem folgenschweren Unfall kommen. Dooring Unfälle geschehen laut der Münchner Polizei bereits an jedem dritten Tag. In der Landeshauptstadt wurde deshalb, federführend von IsarFunk, die Kampagne #MehrAchtung vorgestellt.
Dooring Unfälle bezeichnen Unfälle, bei denen Radfahrer oder auch E-Scooter wegen unachtsam geöffneten Autotüren verunglücken. Die gesundheitlichen Folgen sind meist schwerwiegend. Damit diese Art von Unfällen reduziert wird, hat jetzt auch das Münchner Taxigewerbe mit mehreren Partnern die Kampagne des Bundesministeriums für Verkehr unter anderem in Kooperation mit der Signal Iduna, für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr gestartet.

Allen voran hat sich IsarFunk engagiert und die Partner zusammengebracht. Diese sind in München neben dem ADAC Südbayern, der ADFC München e.V., das Mobilitätsreferat, die Signal Iduna, Vertreter der Taxikommission, und der Stadtverwaltung. Als Sponsor der deutschlandweiten Aktion ist Marc Borucki von der Signal Iduna angereist: „Dooring Unfälle nehmen in ihre Anzahl zu und haben in der Regel schwere Folgen. Da lohnt es sich natürlich als Versicherung bei der Prävention zu helfen.“

Heute trafen sich die Partner auf dem Marienplatz, um die Aktion der Presse vorzustellen. Mit ein paar einleitenden Worten stellte IsarFunk Geschäftsführer Christian Hess vor, worum es bei der Kampagne geht: „Auch wenn wir bei unseren angeschlossenen Fahrer noch keine derartigen Unfälle bewusst mitbekommen haben, ist das Taxigewerbe dafür prädestiniert seinen Beitrag zur Aufklärung zu leisten. Einerseits müssen die Fahrer einen sicheren Ausstiegsort wählen, andererseits haben wir bereits Kopfstützenbezüge ausgegeben, auf denen zusätzlich die Fahrgäste auf die Gefahr hingewiesen werden.“

Alexander Kreipl, Geschäftsführer des ADAC Südbayern kann zur Statistik beitragen: „Rund 18 Prozent aller Unfälle von Fußgänger oder Radfahrern stehen im Zusammenhang mit parkenden Fahrzeugen. Mehr als die Hälfte dieser Unfälle sind auf plötzlich öffnende Türen zurückzuführen.“
Ähnliche Daten konnten auch von den anderen Teilnehmern von der Polizei und auch den Vertretern des ADFC bestätigt werden. Von städtischer Seite waren zudem Münchens Zweiter Bürgermeister Dominik Krause, Georg Dunkel, Leiter des Mobilitätsreferats und die Stadträtin Sybille Stöhr, als Mitglied der Taxikommission der Einladung gefolgt und auch Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel war am Marienplatz zu Gast.

Eine positive Überraschung war die Teilnahme von Münchens Zweiter Bürgermeister Dominik Krause. Er kam direkt im Anschluss an einer Sitzung des Mobilitätsausschusses zur Veranstaltung nahe dem Fischbrunnen. Ihm war es ein echtes Anliegen auch persönlich zu erscheinen und seine Unterstützung für die Aktion #MehrAchtung zuzusichern.

Nach ein paar Worten der Gäste folgte dann der Fototermin, zu dem sich spontan auch noch die Sonne gesellte. Dort wurde auch gleich von Dominik Krause der sogenannte holländische Griff ausprobiert. Dieser ‚holländische Griff‘ bezeichnet das Öffnen der Fahrzeugtüren mit der von der Tür abgewandten Hand. Dann findet, wie es der ADFC so treffend in einer Broschüre ‚Twist & Schaut‘ nennt, eine Drehung (Twist) des Oberkörpers statt und der Fahrgast blickt (& Schaut) automatisch nach hinten. Für das Taxi wird sich diese Lektion in den IsarFunk-Schulungen wiederfinden. Derzeit wurden bereits mehrere hundert Exemplare an IsarFunk Taxis ausgegeben. Wer noch keine dieser Kopfstützenbezüge hat und an der Aktion teilnehmen möchte, kann sich bei IsarFunk melden.
Quelle: Taxi Times
Originalmeldung: https://taxi-times.com/mehrachtung-dooring-unfaelle-vermeiden/
Autor: Simon Günnewig
Beitragsfoto: Taxi Times. Gemeinsam für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Zweiter Münchner Bürgermeister Dominik Krause und Christian Hess Geschäftsführer IsarFunk
